Rotkohl Perfekto

Vom Elternhaus her gab es oft deftige deutsche Küche. Vor allem Sonntags.

Es gab immer als Beilage etwas Kartoffelartiges wie Klöße oder normale Salzkartoffeln und natürlich meistens Rotkohl.

Dieser kam immer aus dem Glas. Apfelrotkohl von Kühne oder wie die alle heißen. Meine Mutter war ja auch lange genug mit der Hauptspeise beschäftigt.

Als ich angefangen bin intensiv und frisch zu kochen, wollte ich aber natürlich auch alle Beilagne frisch zubereiten. Daher kann ich nach einigen Versuchen sagen, dass dieser Rotkohl der für mich Perfekte ist. Eigentlich egal ob er im normalen Topf zubereitet wird oder wie ich ihn gerne mache im Dutch-Oven.

Dazu brauchen wir einen frischen Rotkohl, zwei Äpfel (ich empfehle Boskop), zwei Zwiebeln, Griebenschmalz, drei Lorbeerblätter, fünf Nelken, fünf Pimentkörner, Salz, Pfeffer, Zucker, 250 ml Rotwein und dunkler Balsamicoessig.

Ich nehmen den frischen Rotkohl und schneide ihn mit einem großen scharfen Messer in dünne Streifen. Vorher wird der Rotkohl halbiert und dann geviertelt - sonst sind die Streifen zu lang. Die beiden Äpfel werden entkernt und auch in dünne Streifen geschnitten.

Genauso wird mit den Zwiebeln verfahren. Ca. 3 EL Griebenschmalz im Topf zergehen lassen und den Rotkohl, die Äpfle und die Zwiebeln darin anbraten (anschwitzen). Die Lorbeerblätter, Pimentkörner und Nelken mit hineingeben und umrühren. Kurz mitbraten und dann mit der Hälfte Rotwein und einem Schuss Balsamicoessig ablöschen und 30 Minuten köcheln lassen. Dann den restlichen Rotwein und einen weiteren Schuss Balsamicoessig hinzugeben und weitere 30 Minuten köcheln lassen. Zwischendurch nachsehen ob genug Flüssigkeit vorhanden ist und umrühren. Ansonsten einfach noch Rotwein oder etwas Brühe hinzugeben.

Nach dieser Zeit mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken und nochmal fünf Minuten köcheln lassen, damit der Zucker sich komplett auflöst.

Diese Zubereitungsart ergibt für mich den besten Rotkohl.

Bis jetzt waren auch meine Gäste alle hin und weg.

 

Ich wünsche Euch viel Spaß beim nachmachen.

 

Eure Sandra

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