Oberstdorf 2017

Vom 15.07.2017 ging es für 1 Woche nach Oberstdorf zum camping und wandern. Wir haben uns riesig drauf gefreut mal wieder unseren Wohnwagen zu bewegen. Und das mal nicht eben um die Ecke. Endlich seit langem mal wieder etwas ausspannen.

Da wir vorher 2 Nächte Zwischenstopp in Aspach gemacht haben um an dem Heimspiel von Andres Berg (ja ich weiß, ist nicht Jedermanns Sache und wir waren auch die Jüngsten, aber es war geil) teilzunehmen, war die restliche Strecke gar nicht mehr ganz so weit. 

Wir waren auf dem Campingplatz Oberstdorf und ich muss, dass wir mehr als zufrieden waren. Das Wichtigste sind einem ja in der Regel die Sanitäranlagen. Und da muss ich sagen, ist man hier sehr gut bedient. 

Im Toilettenraum der Frauen befinden sich ca. 15 Toiletten und 3 Waschbecken. Es war alles sehr sauber und geputzt wurde mindestens zwei Mal am Tag.

In einem anderen Raum gab es 6 sehr saubere Duschen, 6 Spiegel mit Fön und Ablage. Top!

Der Platz ist auch sehr gut gelegen. Entweder man geht an der Straße entlang und ist in 15 Minuten im Dorf oder man geht an der Trettach entlang. 

Das dauert dann so 30 Minuten, aber man hat einen sehr schönen Weg durch Wälder und an dem sehr schönen und klaren Fluss entlang.

Das Einzige woran man sich gewöhnen muss, ist dass die Bahn dort lang fährt... also an einer Seite des Platzes. Aber wir haben das gar nicht wirklich mitbekommen.

Als wir um 15:30 Uhr ankamen ging es natürlich erst einmal los mit aufbauen etc. Wir schauten also wo der Westen ist (denn da kommt das schlechte Wetter her) und haben dementsprechend aufgebaut. Der Vorzelt-Aufbau klappte diesmal auch ohne murren und knurren. Und ich kann Euch sagen, dass wir da schon einiges durchgemacht haben ;-)

Irgendwann um 17:30 waren wir dann mit allem fertig und entschieden uns noch nach Oberstdorf rein zu laufen, denn wir hatten riesen Hunger und Bock auf Bayrische Sauereien. 

 

Wir haben uns dann kurz den netten Ort angeschaut und da wir Hunger hatten, sind wir dann an einem auf einer Ecke liegenden Restaurant "hängen geblieben". Die Wirtschaft zum Schmied sah sehr nett aus und hatte einen schönen Biergarten.

Da das Wetter gut war und draußen auch noch etwas was frei war, haben wir und dazu entschieden hier zu Essen. 

Und es musste natürlich was Bayrisches oder Typisches aus dem Allgäu sein. Auch mit der Angst im Hinterkopf das man es gar nicht mag. ;-)

Wir haben dann auch mitbekommen was andere Leute so bestellt haben und haben uns dann für die Leber-, Brät-, und Semmelknödel entschieden. Das typische Würstche und Weinsauerkraut. Super lecker muss ich sagen. Und für 9,50 € kann man bei der Portion mal gar nichts sagen. 

Auch der Service stimmte hier! Insgesamt wirklich zu empfehlen!

Danach sind wir wieder zum Platz zurück gelaufen, haben uns auf unseren Stühlen Richtung Blick auf die Berge gesetzt und dann noch ein Glas Rotwein genossen. Dann war für uns der Tag auch vorbei. 


Dann kam der erste Morgen. Und es war traumhaft. Bei Sonne, nen super Camperfrühstück :-), und dem traumhaften Blick aufs Nebelhorn. Einfach schön.

Wir haben uns auch sehr viel Zeit gelassen.

Dann stand heute die Breitachklamm auf den Plan. Und das lohnt sich. Kostet 4 € Eintritt. Sollte man investieren. Und die Wanderung dorthin hat uns echt die Sprache verschlagen. So schön war es da. 

Hier gibt es einige Infos zu der Breitachklamm. 

Die Wanderung ging links von Oberstdorf durch die Dörfer an der Breitach entlang. Wunderschön!

Und an der Breitachklamm angekommen haben wir erstmal eine Brotzeit zu uns genommen, bevor wir den Breitachklamm-Weg gelaufen sind. Nachfolgend ein paar Eindrücke.

Als wir fertig waren mit dem Rundgang (und ich muss noch erwähnen das unser kleiner Mamut mega Angst hatte vor der Tiefe), sind wir mit dem Bus wieder zurück nach Oberstdorf gefahren. Wir hatte um 18 Uhr einen Tisch in der Dampfbierbrauerei bestellt und hätten es zu Fuß nicht mehr geschafft. 

Die Dampfbierbrauerei hatten uns schon mehrfach Freunde empfohlen. Wir haben uns für einen Sonntag entschieden dorthin zu gehen, weil wir die Hunde mit hatten und wir denen nicht unbedingt die laute Live Musik zumuten wollten, die dort Freitags und Samstags gespielt wird. Wir hatten das Glück noch einen Tisch im Biergarten zu bekommen, da das Wetter auch super war. Uns wurden auch andere Leute mit an den Tisch gesetzt, da wir ja auch nur zu zweit waren. Dort wird einfach jeder freie Platz gefüllt...

Ich habe mir von Anfang an schon vorgenommen hier die typische Haxe zu essen. Und Sandra Ihren richtigen Leberkäs. Und wir haben uns richtig entschieden. Meine Haxe war gar nicht zu schaffen, aber einfach nur lecker. Auf Sandras Teller lag eine kleine Scheibe Ochsensülze. Die war gar nichts für sie , aber hat mir super geschmeckt!

Dann waren wir froh wieder zu Hause am Campingplatz zu sein. Der Tag war Hammer..


Den nächsten Tag wollten wir etwas ruhiger gestalten und nicht ganz so viel Bergauf und Bergab wandern. 

Also ging es hoch über Rubi und Reichenbach nach Fischen. Sehr schön war hier der Iller Ursprung an dem wir vorbei gekommen sind. Da fließen die verschiedenen Bäche in die Iller. Daher "Iller Ursprung".

Die Strecke war doch etwas weiter. Ich würde sagen, das wir ca. 3 Stunden gelaufen sind. Aber ein ganz toller und nicht so anstrengender Weg. Die Wanderschilder in Oberstdorf sind so aufgebaut, dass fast nie eine km Zahl daran steht, sondern eigentlich immer die Stundenzahl wie lange man noch unterwegs ist!  In Fischen angekommen sind wir in den Dorfgasthof zum Kreuzwirt eingekehrt. Dort saßen wir in einem sehr netten Biergarten! 

Hier haben wir dann eine Brotzeit zu uns genommen. Und ich habe tatsächlich typisch schwäbische Kutteln genommen. Diese zählen zu Innereien. Rindsmagen. Man sollte also nicht zu viel drüber nachdenken. Dazu gab es einen Knödel. Und ich war durchweg begeistert.

Sandra hatte sich Zwetschgenknödel ausgesucht und auch die haben Ihr fantastisch geschmeckt. Die drei Knödel waren jeweils mit einer Pflaume gefüllt und bestanden aus Grieß. Oben drauf war brauner Zucker der karamellisiert war. 

Dazu gab es Preiselbeersoße mit Sauerrahm. 

Nach der Stärkung ging es dann wieder zurück. Den Rückweg gingen wir an der linken Seite runter durch die Wälder wieder nach Oberstdorf.

Angekommen kam auf einmal ein riesen Gewitter auf und wir hatten schon Angst um unser Auto, da die Hagelkörner schon eine ordentliche Größe hatten. 


Für Tag 4 haben wir uns das Nebelhorn vorgenommen. Man hat uns empfohlen dieses nicht am Wochenende zu machen, da es dann sehr überlaufen ist.

Die Fahrt nach oben kostet 35 € pro Person und 4,50€ muss man pro Hund für den Maulkorb bezahlen. Diesen brauchen sie in bestimmten Bahnen.

Angekommen an der Nebelhornbahn, dachten wir uns trifft der Schlag. Da stand eine Schlange die überhaupt kein Ende nahm, denn........es waren ja Ferien... Blöd! Haben dann mal so beobachtet in welchen Abständen jeweils eine Bahn mit wie viel Leuten fährt. Dabei kam heraus, dass wir mindestens 2 ,5 Std. hätten warten müssen. Und das war uns ehrlich gesagt keine 80€ wert. 

Also schnell die Wanderkarte raus und umplanen. 

Wir haben uns dann für den Freibergsee entschieden. Es ging durch ganz Oberstdorf Richtung Süden an der Stillach vorbei. Wie der Name Freibergsee schon sagt lag dieser See auf dem Freiberg. Dieser See war zum größten Teil als Freibad abgesperrt. Davor gab es eine Gaststätte und einen sehr tollen Biergarten.

Allerdings musste man erstmal den Berg erklimmen und der war ziemlich hoch. Das ist wirklich schon anstrengend. Man Man Man.

Dort auch wieder zu einer passenden Zeit angekommen gab es eine Brotzeit. Aber nur eine Leberknödelsuppe. Aber auch diese muss man in Bayern unbedingt mal probiert haben. Mega Klasse. Darin waren sehr viele Backerbsen. Auch ein geschmackliches Highlight, das man bei uns in Nordrhein-Westfalen gar nicht so kennt

Der Rückweg war genauso Klasse. Die Wälder oben auf dem Berg sind wirklich super schön. Man hatte einen traumhaften Ausblick. 

Abends wollten wir dann nicht mehr ins Dorf laufen um zu Essen und haben unseren Gasgrill angeschmissen. Musste ja auch seinen Dienst noch erfüllen. Wir hatten uns leckeres Fleisch vom Metzger geholt und einfach einen Salat dazu gemacht. Und bei dem Wetter dann ein leckeres kaltes Allgäuer Büble. Ein schöner Tagesabschluss!


Tag 5 hatten wir uns endlich mal eine Seilbahn vorgenommen. Haben uns für das Fellhorn entschieden. Da oben auf dem Gipfel soll es wunderschön sein und es gibt dort auch einen kleinen See mit freilaufenden Rindern. Also fuhren wir mit dem Bus zur Fellhornstation. Der Preis lag hier bei 20 € pro Person und nochmal 4,50 € pro Hund, da unsere 2 Kleinen einen Maulkorb brauchten. Bei manchen Bahnen in Oberstdorf ist das so gewollt. War für uns auch OK. Nur für unsere Jungs nicht ;-) Die fanden das sch.....

Los ging es. Ganze 80Leute passten in einer Gondel. Die Höhe fand Scholli nicht ganz so gut. Als die Gondel anhielt, dachte Sandra es wäre vorbei. Doch wir mussten dort nur umsteigen. Wir waren erst bei der Mittelstation angekommen und mussten noch weiter bis zum Gipfel ;-)

Also ging es weiter. 

Oben angekommen war der Ausblick der Hammer. So etwas habe ich vorher noch nie gesehen. Dieser klare Blick auf die anderen Berge in so einer Höhe war absolut überwältigend. 

Wir haben uns vorgenommen den ganzen Weg zurück ins Tal zu laufen. Es ging ziemlich steil Bergab, was uns zum Ende hin fix und fertig gemacht hat. Schlimmer als jeder Aufstieg den ich bis jetzt gemacht habe. Am See angekommen, liefen die Rinder da echt frei rum. Und man musste denen Platz machen, denn es war ja deren Gebiet uns wir waren nur Gäste. 

Nach ca. 2 Stunden kamen wir an einer Hütte an und machten dort eine Pause. Allerdings gab es diesmal keine Brotzeit. 

Und weiter ging es. Man Man Man. Der Weg runter war Hammer hart, aber auch wunderschön. Zwischendurch sind wir sogar Rückwärts gelaufen weil unsere Beine nicht mehr mitgemacht haben. ;-)

Ich glaube nach 5 Stunden und ca. 15 km sind wir wieder am heimischen Platz angekommen. Zum Schluss musste ich unseren kleinen braunen Mamut sogar  tragen. Der war auch total fertig. Dann mussten wir erst einmal duschen und uns natürlich überlegen wo wir Abends etwas essen wollten. Wir haben uns entschieden nicht mehr ins Dorf zu laufen, sondern die Gaststätte direkt an unserem Campingplatz zu testen. Diese ist ein Familienbetrieb und auch immer sehr gut besucht. Die Preise waren dort auch mehr als OK.  Aber das Beste war-----> wir mussten nicht mehr laufen!! ;-)

Ich hatte ein Schnitzel mit frischen Tomaten und Bergkäse überbacken und dazu Pommes. Die Pommes waren nichts besonderes, aber das Schnitzel schmeckte wunderbar. Das ganze für 9,50 €

Sandra hatte endlich Ihre Käsespätzle und ist abgegangen wie "Schmitz Katze". Die waren ein Traum. Mit dreierlei Käse. Der Käse zog sich durch die ganzen Spätzle. Wahnsinn. Und der Bergkäse dort aus dem Allgäu ist einfach spitze! 

Man kann sich ja denken, dass es an diesem Abend nicht spät wurde ;-))


Den letzten Tag haben wir nur noch genossen. Etwas spazieren gegangen und die Natur betrachtet. Wir sind nochmal zu den Steinofenbäcker gefahren und haben uns 2 von den leckeren Broten und auch den Allgäuer Bergkäse gekauft.

Und in diesen Tante Emma Laden an der Marktstraße 14, wo es so viele verschiedene Dinge zu kaufen gibt mussten wir auch nochmal rein. 

Wir haben von unseren Freunden den Auftrag bekommen dort die selbstgebrannte Marille zu kaufen. Muss wohl die beste sein die es in Deutschland zu kaufen gibt. Allerdings kenne ich mich damit nicht aus. Schnaps ist nicht so meins.

Auf jeden Fall waren wir nicht das letzte Mal in Oberstdorf. Dort gibt es so viel zu entdecken und es ist einfach nur toll da. 

 

Bis bald!

Eure Sandra


Nachfolgend habe ich 2 Videos gemacht. Ein Kurzvideo und ein ca. 8 Minuten Video, wo man ein paar mehr Dinge sieht.

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