Harz 2017

Gott sei Dank gibt es Freunde, die Auto mit 7 Sitzen haben. Dieses haben wir uns ausgeliehen und sind mit 6 Personen und sehr viel Gepäck nach Schulenberg in den Harz gefahren.

Und das an dem Pfingstwochenende, Freitag Nachmittag um 14 Uhr. Oh Gott war die Bahn voll...

Also ging es runter von der Autobahn (ich danke immer noch unseren 2 klugen Männern an Board, die sich fast immer einig waren wo es lang ging) und wir fuhren komplett über Land.

Meistens fährt ja der Bernd, aber da ich mir das Auto auch von nem Freund geliehen hatte, bin ich gefahren und die Männer (und die 1,5 Frauen auch) haben sich als Wegnahrung was "Kühles Blondes" mitgenommen.

Nach 5 Stunden sind wir dann endlich angekommen. Schulenberg hat sage und schreibe 600 Einwohner ;-)

Wir hatten ein ganzes Haus über 2 Etagen gemietet. Dieses Haus lag direkt am Hang mit Blick auf den Brocken. Das war mega schön. Der Garten war nach hinten hin gelegen und hatte sehr viele Sitzmöglichkeiten und Tische. Was wurde also am ersten Abend gemacht???GENAU.. Gegrillt!!!

Aber erstmal mußte ja der Kühlschrank mit den mitgenommen Getränken und Lebensmittel eingeräumt werden.

Den Abend haben wir komplett vor Ort ausklingen lassen. Das Wetter war super, die Aussicht grandios und das Grillfleisch schmeckte hervorragend.

Dazu gab es leckeren Salat und einiges an Rotwein. Wirklich toller Abend..


Am nächsten Morgen stärkten wir uns mit einem üppigen Frühstück. Die Lebensmittel hatte Bernd besorgt. Natürlich wie immer zu wenig ;-)

Ne quatsch. So viel Auswahl hatte ich schon lange nicht mehr. Unser Helmchen hat sich immer schön um die gekochten Eier gekümmert. Dazu 2 Kannen leckeren, frischgebrühter Kaffee und alle waren zufrieden.

Da das Wetter an dem Morgen nicht gut war, haben wir das Frühstück etwas in die Länge gezogen. Gegen 11 Uhr haben wir uns aber entschlossen trotzdem los zu gehen, da wir ja bis Goslar wandern wollten.

Man meint es nicht, aber es kam natürlich anders als wir dachten ;-)))

Mit Wanderschuhen (außer Heike, die hatte Sneaker dabei) und guten Regenjacken (außer Heike, die hatte nur nen Schirm) ging es also los. Wir haben uns gegen den Weg über den steilen Berg entschieden, sondern wollten schön and der Okertalsperre und Oker entlang bis nach Goslar wandern.

Gerade 5 Minuten unterwegs, kam es wie aus Eimern runter und wir suchten etwas Schutz unter den Bäumen. Aber auch das sollte uns nicht gegönnt sein, denn es kam ein ziemlich dolles Gewitter mit kräftigem Donner und sehr vielen Blitzen. Und das unterm Baum in den Bergen war uns doch etwas zu gefährlich. Also mitten aufs Feld in den Regen. Unsere Jacken (meine ist von Vaude und Sandras von Northface) die wir uns genau 2 Tage vorher zugelegt hatten, haben Ihren Test mehr als bestanden. Ich kann mir kaum vorstellen das es einen noch schlimmer erwischt.

 

Die Route übernahmen an diesen Tag unsere beiden Männer. Es war eine Route zwischen, Wanderkarte, Schildern und Lust dieses Weg zu gehen.

Von daher kam es zu größeren Umwegen und nach ca. 3 Stunden waren wir quasi erst einen Katzensprung entfernt :-)

Aber wir haben ja Getränke und Essen für genügend Pausen mitgehabt.

Mittlerweile haben wir Goslar abgehakt und haben uns auf Oker festgelegt. Das war noch machbar.

An der Oker entlang ist es wirklich wunderschön. Mit Geröllsteinen, Brocken der Berge und kleineren Bächen und einer mega tollen Landschaft. Wirklich ein Traum.

Mittlerweile hat sich meine Wade schon ganz schön verhärtet und es war aber immer noch kein Ende in Sicht. Irgendwann kam dann endlich ein Schild mit der Anzeige 3 km bis Oker. Aber auch das Schild muss jemand verstellt haben :-) Denn nach 4 km waren wir immer noch nicht da.

Schon angenervt haben wir dann doch das Ortsschild gesichtet. An diesem Ortsschild befand sich ein Restaurant oder besser gesagt ne alte Kneipe. Die Kartoffelstube. Dort war auch kein Gast zu sehen. Aber vom Durst und Hunger angetrieben ging es trotzdem dort hinein.

Leider erwischten wir einen Tisch mit einer dreckigen Tischdecke und ich glaube Birgit ist fast kollabiert ;-)) Also sowas geht ja wirklich nicht ;-)

Egal. Alle haben sich wieder beruhigt und das Bierchen war auch ziemlich lecker. 

Ich habe ein Steak bestellt. Na ja. Etwas unterm Durchschnitt würde ich sagen. Die Bratkartoffeln waren aber sehr lecker und der Salat auch. Birgit hatte ein Wiener Schnitzel (oder besser gesagt ein Schnitzel Wiener Art) und dieses sah etwas, ich würde mal sagen nicht ganz so lecker aus. Fand Sie dann auch ;-))

Die anderen hatten ein Schnitzel mit Briekäse überbacken. Ich glaube die waren ganz zufrieden.

Für den Rückweg mussten wir uns dann ein Taxi besorgen, was dort gar nicht so einfach ist. Vor allem auch nicht ganz so günstig. Die haben halt eine etwas weitere Anfahrt aus Goslar. Da wollten wir ja eigentlich hin. Aber es war ein verdammt geiler und toller Tag.

Abends saßen wir dann alle wieder gemütlich beim Glas Rotwein zusammen und haben es sachte ausklingen lassen. Ging ja am nächsten Tag schon weiter.

 


Die nächste Wanderung sollte dann nach Clausthal-Zellerfeld gehen. Da kamen wir auf dem Hinweg schon mit dem Auto durch. Ein sehr nettes, uriges Städtchen mit ein paar Lokalitäten zum einkehren.

Das Wetter war an diesem Tag nicht so schlimm wie am Tag davor. Aber Regenjacke hatte man auf jeden Fall mit (außer Heike, die hatte nur einen Schirm) Dieser Wanderweg ging wirklich über Berg, Tal, Stock und Stein. Und es sah alles einfach nur toll aus.

Kleine, schmale Wege mitten durchs Grüne. Dort mussten die beiden Männer Ihre Frauen doch besser ans Händchen nehmen. War nicht ungefährlich.

Vorbei an Seen, Wiesen und Wälder sind wir nach 4 Stunden in Clauthal angekommen. Dort machten wir ein üppige Pause und dachten uns eben um die Ecke nach Zellerfeld zu gehen, weil es auf der Karte wesentlich größer aussah. Aber der Schein trügt. Dort gab es leider nur eine riiiiiesen Baustelle mitten in der Innenstadt und bis auf 2 oder 3 kleine Läden hatte alles zu.

Wir begaben uns dort zu einer Bushaltestelle, um mit den Bus wieder nach Hause zu fahren. An dieser Bushaltestelle befand sich aber die größte Holzkirche Deutschlands. Die war wirklich sehenswert und sehr schön. Dann kam auch der Bus der nach Schulenberg fuhr. Ein 8-Sitzer ;-)) Voll geil.

Zu Hause angekommen haben wir uns alle erstmal frisch gemacht und Bernd und ich haben dann zusammen das Abendmahl zubereitet.

Dieses bestand aus Spaghetti Bolognese und Resten, die wir als Antipasti angerichtet hatten. Kind brauch nur einen Name ;-)) Die Antipasti sah auch super aus. ;-))

Dies war unser letzter Abend und er wurde natürlich sehr lustig. Haben versucht die restlichen Getränke aufzutrinken. Aber man meint es nicht.... wir haben es nicht geschafft. Aber es war sehr gemütlich und lustig. Der Pfingstmontag diente nur noch zur Abreise nach dem Frühstück.

Der Rückweg war dann auch mal eben 2 Stunden schneller und zu Hause angekommen haben wir uns für den Abend beim Griechen zum schönen Abschluss verabredet.

Vielen Dank nochmal an die Truppe. Ich freue mich schon auf Kröv an der Mosel im August mit Euch.

 


Folgend habe ich  mal meine Minutenvideos rein gesetzt, die ich mit der GoPro mache. Dort bekommt Ihr einen Eindruck der einzelnen Tage wie schön es war.


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